Preisverleihung „Game Changer Award 2017“: Greenwashing oder geniale Innovation von Adidas?

Verleihung des „Game Changer Award 2017“ in Berlin:
Greenwashing oder geniale Innovation von Adidas?

Bereits zum dritten Mal in Folge haben Bain & Company und manager magazin den Wirtschaftspreis Game Changer Award am 16.11.2017 in Berlin für herausragende, innovative Unternehmensstrategien verliehen.

Auf der unternehmenseigenen Website von Bain & Company wird der Game Changer Award 2017 wie folgt beschrieben: „Die Auszeichnung wurde 2015 initiiert und steht ganz im Zeichen der Digitalisierung. Auf Basis einer umfangreichen Analyse, einer Due Diligence und der Bewertung durch eine hochkarätige Jury werden Unternehmen in drei Kategorien ausgezeichnet. Die drei Preisträger beweisen eindrucksvoll, dass sie in ihrer jeweiligen Branche konsequent disruptive und neue, bahnbrechende Geschäftsmodelle umgesetzt haben.“

Einige Umweltorganisationen kritisieren allerdings die als nachhaltig angepriesene Textilherstellung aus „Ozeanplastik“ als Greenwashing, für die Adidas im Rahmen des Awards unter anderem ausgezeichnet wurde:

„Wir halten das nicht für den richtigen Weg. Für uns ist das eine reine Werbemaßnahme und ein starkes Greenwashen von problematischen Kunststoffprodukten“, sagt Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Resch sieht die Verwendung bestimmter Kunststoffe in der Textilproduktion kritisch, denn beim Waschen lösen sich Kunststofffasern aus der Kleidung und gelangen so wieder in die Gewässer. „Es gibt seit Jahren eine Diskussion darüber, dass solches Mikroplastik viel schlimmer für die Meere und Seen ist, als es größere Plastikteile sind“, sagt Resch. „Sie können viel leichter in die Nahrungskette aufgenommen werden.“ Natürliche Fasern wie Baumwolle ließen sich hingegen häufiger recyceln und stellten in Gewässern keine Belastung für die Umwelt dar. Doch auch Baumwolle ist ökologisch problematisch, weil sie beim Anbau sehr viel Wasser verbraucht. Forscher suchen daher schon seit Jahren nach alternativen Materialien für Textilien, zum Beispiel aus Milchprotein.
(Quelle: www.zeit.de)

Im Folgenden finden Sie die Pressemitteilung von Bain & Company. Machen Sie sich selbst ein Bild!

 


 

Bain & Company
17.11.2017 – 09:30 Uhr

Preisverleihung „Game Changer Award“ in Berlin – Bain zeichnet wieder digitale Vorreiter der deutschen Wirtschaft aus

München (ots)

– Auto1, Siemens und Adidas sind die Preisträger des diesjährigen „Game Changer Award“
– Mit dem Preis werden digitale Leuchtturmbeispiele aus Deutschland gewürdigt
– Wandlungsfähigkeit von Unternehmen entscheidet schon heute über ihren Erfolg von morgen

Zum dritten Mal haben die internationale Managementberatung Bain & Company und das manager magazin gestern Abend in Berlin den Wirtschaftspreis „Game Changer Award“ verliehen. Mit Auto1, Siemens und Adidas wurden auch dieses Jahr Unternehmen gewürdigt, die ihre Geschäftsmodelle konsequent auf den disruptiven digitalen Wandel ausgerichtet und damit die Spielregeln in ihrer Branche verändert haben. Grundlage des Wettbewerbs war eine umfangreiche Analyse von 300 Unternehmen. Aus den 15 Finalisten ermittelte eine hochkarätig besetzte Jury aus Top-Managern und Wissenschaftlern schließlich die Preisträger in drei Kategorien.

Auto1 erhielt den Preis in der Kategorie „Customer Experience“ für die nutzerfreundliche Umsetzung einer internationalen Handelsplattform. Siemens wurde in der Kategorie „Product & Service Innovation“ für die digitale Revolution der industriellen Fertigung ausgezeichnet. Und Adidas überzeugte in der Kategorie „Operations of the Future“ mit der zukunftsweisenden Innovationskraft seiner Speedfactory.

„In den deutschen Führungsetagen werden die Diskussionen über die digitale Disruption im eigenen Unternehmen inzwischen viel mutiger und dynamischer geführt als noch vor einigen Monaten“, erklärt Bain-Deutschlandchef Walter Sinn. „Althergebrachte Geschäftsmodelle werden immer häufiger infrage gestellt, denn die Wandlungsfähigkeit der Firmen entscheidet bereits heute maßgeblich über ihren zukünftigen Erfolg.“

Disruptive Ansätze krempeln Branchen und Märkte um
Angefangen als zweiköpfiges Start-up hat es Auto1 in nur fünf Jahren geschafft, zu Europas führendem Onlinehändler für Gebrauchtwagen zu werden. Die Verkäufer bekommen einen garantierten Preis und müssen sich um keinerlei Formalitäten kümmern. „Das Geschäftsmodell von Auto1 ist ein Musterbeispiel für Disruption“, stellt Sinn fest. „Mit seiner für Käufer ebenso wie Verkäufer einfachen, zügigen und standardisierten Abwicklung hat das Unternehmen einen ganzen Markt revolutioniert.“

Im Bereich der Industrieautomation hat Siemens nicht nur die Jury überzeugt, sondern auch Kunden weltweit. Mit seiner Digital Factory, die aus mechanischen Produktionsstraßen denkende Fabriken formt, gewinnt das Unternehmen seit Jahren kontinuierlich Marktanteile. „Das Konzept der Digital Factory sucht weltweit seinesgleichen“, so Jurymitglied Sinn. „Es wird die industrielle Fertigung in allen Branchen von Grund auf verändern.“

Bei Adidas werden Kreativprozess, Herstellung und Vermarktung völlig neu gedacht. In Zukunft können Sportschuhe von den Kunden mit designt werden – für bestimmte Zielgruppen oder sogar individuell auf eine Person angepasst. Die maßgeschneiderten Sohlen kommen dabei aus dem 3D-Drucker vor Ort hier in Deutschland. Zudem verwendet der Sportartikelhersteller für seine Schuhe Ozeanplastik und beweist damit, dass auch Fast-Fashion-Produkte nachhaltig produziert werden können. „Adidas zeigt mit seiner Speedfactory eindrucksvoll, wie operative Exzellenz auf höchstem Niveau gepaart mit einem hohen Grad an Individualisierung gelingt“, begründet Sinn die Entscheidung der Jury.

Wettbewerb findet auch 2018 statt
Die Awards wurden gestern Abend im Gasometer in Berlin verliehen – im Rahmen einer festlichen Gala mit 200 geladenen Gästen aus der Wirtschaft. Auch im kommenden Jahr werden Bain und manager magazin diesen Wettbewerb wieder ausrichten. Betont Bain-Deutschlandchef Sinn: „Wir möchten mit diesem renommierten Preis die Auswirkungen der Digitalisierung auf die deutsche Wirtschaft deutlich machen und unternehmerische Leuchttürme prämieren, die diese Transformation beispielhaft bewältigen.“

Preisträger im vergangenen Jahr waren SAP, Infineon Technologies und FlixBus. 2015 wurden BMW, Axel Springer und Eos ausgezeichnet. Informationen zur Due Diligence und Details zu allen zuvor Prämierten sind nachzulesen unter: www.bain.de/game-changer-award.

Bain & Company
Bain & Company ist eine der weltweit führenden Managementberatungen. Wir unterstützen Unternehmen bei wichtigen Entscheidungen zu Strategie, Operations, Informationstechnologie, Organisation, Private Equity, digitale Strategie und Transformation sowie M&A – und das industrie- wie länderübergreifend. Gemeinsam mit seinen Kunden arbeitet Bain darauf hin, klare Wettbewerbsvorteile zu erzielen und damit den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Im Zentrum der ergebnisorientierten Beratung stehen das Kerngeschäft des Kunden und Strategien, aus einem starken Kern heraus neue Wachstumsfelder zu erschließen.

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Pressekontakt:
Leila Kunstmann-Seik
Bain & Company Germany, Inc.
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80335 München
E-Mail: leila.kunstmann-seik@bain.com
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Diese Meldung kann unter http://www.presseportal.de/pm/19104/3790335 abgerufen werden.

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